Zur Sicherung der Liquidität eines Tiefbauunternehmens ist die regelmäßige Erfassung des Materialumsatzes unerlässlich. Mittels Messinstrumenten und Softwarelösungen ist eine schnelle Ermittlung des Leistungsstandes möglich.

Punktwolken können mit einem GPS-Roverstab oder Laserscanner erhoben werden. Die Erhebung mit dem Laserscanner ist engmaschiger und für die Anwendung auf ausgedehnten Baufeldern effizient. Für die Anwendung auf kleinen und mittleren Baufeldern eignet sich der GPS-Roverstab, da die praktikable Anwendung im Projektalltag durch den schnellen Aufbau auf der Baustelle und den geringen Datenmengen mit einer somit schnellen Auswertung gewährleistet ist.

Funktionsweise

Abbildung 1: Darstellung der Punktwolke auf dem Tablet
Abbildung 2: Roverstab

Die Standortinformationen werden über die Position von Satelliten berechnet. Beim angewandten System „Zenith35 Pro“ von Geomax ist eine Auswahl zwischen den Satelliten-Systemen möglich (z. B. GPS, Galileo, Beidu). Die Präzision der Standortbestimmung kann je nach aktueller Position der Satelliten variieren. Die Genauigkeit der Positionsbestimmung wird mit einem UMTS-Empfänger ergänzt. Wichtig ist die Position der Satelliten bei einer Vermessung in abgeschatteten Bereichen z. B. im städtischen Bereich oder am Waldrand. Ist aufgrund einer zu starken Abschattung die Genauigkeit der Messung nicht gewährleistet, kann der GPS-Roverstab um ein Tachymeter ergänzt werden.

Anwendung

Nach der Montage von Empfänger, Antenne, Stab und Tablet beginnt die Positionsbestimmung nach Start des Tablets (horizontale Genauigkeit von ca. 2 cm). Zur Unterstützung bei der Orientierung auf dem Baufeld kann sich der Anwender auf dem Bildschirm (Abbildung 2) über den aktuellen Standort und die bereits aufgemessenen Punkte informieren. Die Vermessung von festgelegten Punkten wird durch die hinterlegte CAD-Datei und die Steuerung zu den Punkten erleichtert.

Die Punktwolken können nach Abschluss der Vermessung mit den gängigen Datenformaten (z. B. xx) an die informationsverarbeitende Software übermittelt werden. Die Übertragung ist direkt vom Baufeld in das Büro durch Mobilfunk möglich, oder kann im Anschluss mittels Bluetooth, USB-Stick oder USB-Verbindung durchgeführt werden.

Abbildung 3: Einsatz des Roversystems auf dem Baufeld