Zur Sicherung der Liquidität eines Tiefbauunternehmens ist die regelmäßige Erfassung des Materialumsatzes unerlässlich. Mittels Messinstrumenten und Softwarelösungen ist eine schnelle Ermittlung des Leistungsstandes möglich. Weiterhin können die ermittelten Werte mit Plänen und Querschnitten für Kontrollinstanzen und dem Bauherrn verständlich dargelegt werden.

Die in diesem Bericht dargestellten Visualisierungen wurden mit dem Modul „easyDGM“ des BRZ/isl-baustellenmanagers erzeugt. Die Anwendung der Software kann über die Schulungsunterlagen von isl-kocher nachvollzogen werden.

Grundlage für die Ermittlung von Massen des Aushubs und Auftrags sind auf dem Baufeld aufgemessene Punktwolken. Ziel von Punktwolken ist eine Vermaschung von vielen Einzelpunkten, die jeweils Informationen über Rechtswert, Hochwert und Höhe über Normalnull enthalten. Diese Daten können mit Laserscannern oder Roversystemen zeitsparend erfasst werden. Als Ergebnis einer Vermaschung erhält der Anwender ein digitales Geländemodell (DGM). Zur Vermeidung einer fehlerhaften Vernetzung der Punkte werden Böschungen und andere markante Strukturen in der Nachbearbeitung mit entsprechenden Softwares als Bruchkanten erfasst. Das Erfassen von Bruchkanten ist sowohl für die Modellierung von Böschungen, als auch für die Korrektur von Dreiecksvermaschungen an Randbereichen von DGMs wichtig.

Abbildung 1: Digitale Geländemodelle des Urgeländes (Grün) und der Baugrube (gelb)
Abbildung 2: Erstellen einer Bruchkante

Das DGM des Baufelds wird nach Fertigstellung der Baugrube oder einer Teilleistung mit dem DGM der Baugrube verschnitten. Mit einer anschließenden Mengenberechnung werden der Auf- und Abtrag berechnet und mittels Planausschnitt und 3D-Darstellung für den Bauherrn visualisiert.

Abbildung 3: Verschnitt von Urgelände und Baugrube
Abbildung 4: 3D-Darstellung der Baugrube
Abbildung 5: Ausgabe der Mengenberechnung als PDF-Datei

Der Austausch von Punktwolken erfolgt bei gängigen Softwares ohne Datenverluste über CSV- und TXT-Dateien. Mit dem LandXML- oder DWG-Format können bereits zu DGMs vernetzte Punktwolken übertragen werden. Zur Vermeidung von Übertragungsfehlern sollten vor dem Austausch der Daten Abstimmungen bezüglich Datenformat, Reihenfolge (z.B. Punktnummer, Rechtswert, Hochwert, Höhe über Normalnull und Punktcode) und Trennzeichen erfolgen.