Nachfolgende Grundlagen zur Modellierung mit der Software „isl-Desite MD“ wurden durch Schulungen im BRZ Zentrum in Erfurt sowie anhand der von isl-Kocher zur Verfügung gestellten Unterlagen erarbeitet. 

 

Grundlegende Funktionsweise

„Mit DESITE MD erstellen Sie ein Koordinationsmodell, das die Fachmodelle eines Projekts enthält und diese miteinander verknüpft. Sie können Ansichtspunkte austauschen und Animationen erstellen. Sie visualisieren den Baufortschritt in einer 4D-Simulation, berechnen Bauzeitenpläne aus dem 3D-Modell und ermitteln Mengen auf Grundlage des 3D-Modells. Verknüpfen Sie beliebige Dokumente mit dem 3D-Modell und managen Sie die Informationen des Bauwerks.“[1]

Import von Dateien

Die verschiedenen Dateien können vom Programm im Bereich „Dokument / 3D-Modell / Terminplan /… hinzufügen“ eingelesen und importiert werden (siehe Abbildung 1). Ebenfalls ist die Verknüpfung von bspw. Ausschreibungsunterlagen oder Fotodokumentationen des erstellten Projektes möglich (siehe Abbildung 2).

[1] Quelle: https://www.ceapoint.com/ (aufgerufen am 10.08.2018)

Abbildung 1: Eigene Darstellung Desite MD PRO / Import von Dateien
Abbildung 2: Eigene Darstellung Desite MD PRO / Verknüpfung von Dokumenten mit Projekt

Koordinatenverschiebung beim Einladen eines Plans

Erste Priorität hat die Feststellung des vorhandenen Koordinatensystems. Falls der Plan UTM oder Gauß-Krüger Koordinaten besitzt, muss man ihn bereits beim Einlesen so verschieben, dass er unter 10 000 im Bezugskoordinatensystem von Desite liegt.

Beispiel:

Ausgangspläne: UTM

Pläne einladen, dazu in CAD Programm oder Reader die Koordinaten an einem Punkt ablesen und so gerundet aufschreiben, dass nach Abzug des Wertes alle Koordinaten kleiner als 10000 sind.

z.B.:

 

UTM

Abzug

Neu

X-Wert

539125,37

-539000,00

125,37

Y-Wert

5679035,27

-5679000,00

35,27

WICHTIG: das Minus mit eingeben (rote Werte als Verschiebung eingeben und für das Projekt merken und beibehalten)

 

Erzeugen von Notizen

Das Programm ermöglicht die Funktion kurze Notizen mit Informationen wie Bild, Dokument oder Ansichtspunkt zu erstellen (siehe Abbildung 3). Diese Notizen können exportiert und per E-Mail versendet oder in einem Austauschraum hochgeladen werden. Dieser Kommunikationsweg empfiehlt sich als einfache Anwendung zur Klärung des Sachverhaltes für Bauleiter und alle Projektbeteiligten, setzt allerdings eine aktuelle Modellvariante bei allen Beteiligten voraus.

Abbildung 3: Eigene Darstellung Desite MD PRO / Notizen erzeugen

Zeit- und Kostenfaktoren in 3D Modell einbeziehen

Zeit- und Kostenfaktoren können mit relativ hohem Aufwand sehr schön dargestellt und abgerechnet werden. Dafür muss allerdings ein Modell mit hohem Fertigstellungsgrad vorhanden sein. Da dies noch nicht vom AG geliefert wird und eine Aufarbeitung in der Arbeitsvorbereitung nicht so detailliert erfolgen kann, ist dies nur schwer umsetzbar. Künftig wird es Aufgabe sein den vollen Arbeitsaufwand festzustellen um eine Einschätzung von Aufwand und Nutzen zu erlangen.

 

Qualitätsprüfung

Eine Qualitätsprüfung verschiedener Modelle ist im Tiefbau eher unbrauchbar. Es wird am Ende nur zwei Modelle geben. Die ursprüngliche Planung und das endgültige Bauwerk. Dort können Mehrmengen oder Fehlplanungen abgeschätzt werden und als Verhandlungsbasis dienen. Viel wichtiger an einem Modell ist, dass man durch die dreidimensionale Darstellung der Geländemodelle Kollisionen der einzelnen Bauteile direkt erkennen kann. Das bisher notwendige Nachrechnen von Höhen des zweidimensionalen Plans, um eventuelle Probleme zu erkennen, entfällt somit.